wienstationistInnen
machen keine ferien, sie
machen
urlaub;
da künstlerInnen aber natürlich nie ganz und
ausschließlich
auf urlaub sind, und stets
die verbindung von kunst und leben
im auge behalten, wird die ferienzeit
zum arbeitsurlaub,
zum freizeitprojekt. und so wurde im august 2002 der temporäre
„Club wienstation“ installiert und zwar als „pool/all inclusive“,
mit allem, was dazugehört: swimmingpool, badekostümverleih,
buffet, poolbar, bademeister, animation, videos, musik usw.
zu einer zeit, in der die
meisten galerien und kunstinstutitionen geschlossen haben, wurde in und
rund um die wienstation clubstimmung inszeniert und freizeit- und
urlaubsverhalten als wesentliches
soziales phänomen paraphrasiert.
inhaltlich schloß das konzept an das projekt
„wirtshaus. eine soziale plastik“ an, das im jahr 2000
durchgeführt wurde, und in dem
die kommunikativen parameter einer typischen freizeiteinrichtung
beleuchtet
wurden;
kunst ist seit den 1960ern
immer mehr auch soziales ereignis.
mit zunehmender abkehr von der
werkerzeugung nahm die bedeutung des
sozialpolitischen in form von kommunikationsskulpturen oder sozialen
plastiken
zu.
happening, fluxus, oder
performance-art waren versuche,
mit
theaterähnlichen inszenierungen die grenzen zwischen den
kunstmedien, zwischen künstlern und publikum
sowie zwischen
künstlerischem und realem bereich
aufzulösen, mit dem ziel, sich einer einheit von kunst und leben
zu nähern;
Der
zeitgenössische
Künstler produziert nicht,
er stellt
Infrastruktur zur
Verfügung (Peter Weibel).
das
wort „pool“
bezieht sich nicht nur auf die geplante swimmingpoolinstallation,
sondern auch auf das von der
gruppe wienstation immer
wieder im Sinne eines erweiterten kunstbegriffs verwendete prinzip
einer zusammenarbeit von künstlern und nichtkünstlern,
wodurch einerseits synergieeffekte erzielt werden, und andererseits die
eindeutigkeit einer unterscheidung von künstlern und
nichtkünstlern,
bzw. von kunst und leben in frage gestellt wird.
durch die aktive beteiligung des publikums kann kunst als kommunikation
definiert werden; künstler und besucher bilden gemeinsam eine
kommunikationsinstallation.
oder wie es der „vater“ des
happening, Allan Kaprow, formulierte: Die
Grenze zwischen Happening
und täglichem Leben sollte
so flüssig wie unbestimmbar gehalten werden.
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FR 23 08 02
Grand
Pool Opening Night
19:30 publikums - solo-, pair- und
group-synchronschwimmen
22:00 dj Fritz Ostermayer (FM4)
badbüfe-special: Twinni Doppl-Lutscha
2.00 badeschluss
SA 24 08 02
American
Poolside Bar-B-Q
Night
19.30 hotdog n´ burger bar-b-q
22.00 DJ cara musa muscarina
2.00 badeschluss
SO
25 08 02
Pool Landscape Wellness Evening
19:30 nails-hair-face-body-styling
21:00 easy wienstation
0:00 badeschluss
MO
26 08 02
Rainy Day
19:30 ruhiges wasser, keine brandung
21:00 djs Sven & Makotter euroranch
0:00 badeschluss
DI
27 08 02
Pool Artists
19:30 publikums -
musikmalbild-contest
22:00 dj
Michael Lobgesang
0:00 badeschluss
MI
28 08 02
Nude Swimming
19:30 FKK nach alter sozialistischer tradition
22:00 dj Ulli Fuchs – arbeiterlieder und agit prop
badbüfe-special: a haase mit an schoafn und an bugl
0:00 badeschluss
DO
29 08 02
Holiday Sports – Schöne Körper
20:00 „poolsation“ mit Mona
publikums-wasserballturnier
22:00 dj rraw
badbüfe-special: campari soda & birra moretti
cocktail Bar – kunstcocktail www.kuco.at
0:00 badeschluss
FR
30 08 02
Latin Hot Dance Night – out of the pool, into the hot!
20:00 salsa, rumba, mambo – latin dance instructor
22:00 live salsa: sin semilla
badbüfe-special: nachos & salsa
2:00 badeschluss
SA
31 08 02
Gürtel – Night – Swim
19:30 summer fashion –
beachwear – fashion show
22:00 beach music
2:00 badeschluss
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